Produkte

Audio Codecs

Audio Codecs - Sprachdigitalisierung

Wie bei der Digitalisierung der Sprache für die Fernsprechübertragung arbeiten Audio Codecs nach dem Prinzip Sampling, Quantisierung und Kodierung. Dadurch wird eine optimale Sprachqualität erreicht, um das analoge Sprachsignal über digitale Systeme zu übertragen.

Bei 8.000 Abtastungen pro Sekunde (Sampling), mit einer Quantisierung von 8-bit pro Abtastung ergibt sich eine Bitrate von 64 kBit pro Sekunde (nach µ-Law/a-Law). Diese Technik wird als PCM bezeichnet. Sie wird im leitungsvermittelten ISDN für die Digitalisierung und Übertragung der Sprache verwendet.
In einem paketvermittelten Netz ist man immer bestrebt Bandbreite zu sparen. Deshalb werden die Sprachdaten meistens noch komprimiert. Allerdings nimmt bei zunehmender Komprimierung die Sprachqualität ab, die Dekomprimierungszeit und die erforderliche Rechenleistung nehmen zu.
Es gilt: Je höher die Bitrate eines Audio Codecs ist, desto besser die Sprachqualität. Je niedriger die Bitrate, desto schlechter die Sprachqualität und höher der Bedarf an Rechenleistung. Das gilt jedoch nicht immer. Die meisten Audio Codecs nutzen die Eigenschaften der menschlichen Sprache, um möglichst verlustfrei zu komprimieren.
Es gibt verschiedene Audio Codecs, die für Multimedia-Übertragung im IP-Netzwerk geeignet sind. G.711 (PCM) ist der kleinste gemeinsame Nenner, was die Sprachqualität angeht. Es kommt ohne rechenintensive Kompression aus und braucht deshalb auch relativ viel Bandbreite. Werden die Sprachdaten mit einem anderen Audio Codec komprimiert, dann wird G.711 oft beim Qualitätsvergleich herangezogen.

Die Auswahl eines Audio Codecs ist immer ein Kompromiss zwischen Sprachqualität, Bitrate, Bandbreite und Rechenleistung. Muss die Sprachqualität sehr gut sein, dann ist die Bitrate sehr groß. Entsprechend muss eine ausreichende Bandbreite über die gesamte Übertragungsstrecke zur Verfügung stehen. Reicht eine geringere Sprachqualität aus, dann sinken dadurch die Bitrate und der Bedarf an Bandbreite. Gleichzeitig steigt dabei der Bedarf an Rechenleistung, um die Sprachdaten zu dekomprimieren.

zurück zur Produktübersicht